Jetzt wird aufgetischt

Was wir essen und wie wir unsere Lebensmittel produzieren, beeinflusst unseren Planeten und unsere Gesellschaften wie keine andere menschliche Aktivität. Unsere Ernährungspolitik wirkt sich auf die Klimakrise, die Bodenfruchtbarkeit, das Artensterben oder die Belastung der Wasserressourcen aus. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat sich die Schweiz dazu verpflichtet ihr Ernährungssystem umzugestalten. 

 

Mit der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 spricht sich der Bundesrat unter anderem für einen grundlegenden Wandel hin zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem in der Schweiz aus. Um Strategien für diesen Wandel auszuarbeiten, fanden im Jahr 2021 bereits nationale Dialoge statt. Der Bürger:innenrat für Ernährungspolitik ist eine Fortsetzung dieser Dialoge auf eine andere Art mit direktem Einbezug der Schweizer Bevölkerung. Der Prozess wird vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), sowie dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt.

 

„Wie soll eine Ernährungspolitik für die Schweiz aussehen, die bis 2030 allen Menschen gesunde, nachhaltige, tierfreundliche und fair produzierte Lebensmittel zur Verfügung stellt?

 

Das Besondere an Bürger:innenräten ist, dass die Teilnehmenden zufällig aus der Bevölkerung ausgelost werden. So kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen. Zum Beispiel sitzen Köch:innen neben Kindergärtner:innen, und Rentner:innen neben Jugendlichen. Dahinter steht die Idee, dass eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen zu vielfältigeren und breiter akzeptierten Lösungen kommt als eine Gruppe von einander ähnlichen Menschen. So können die vom Bürger:innenrat erarbeiteten Empfehlungen als wertvolle Entscheidungshilfe für Politiker:innen bei komplexen Themen dienen.

Bürger:innenräte sind eine Bereicherung und eine Ergänzung zu den aktuellen politischen Abläufen. Sie tragen dazu bei, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden und insbesondere politisch wenig beteiligte Bevölkerungsgruppen stärker miteinzubeziehen.